Erftstadt. Die Vorschläge des Bürgermeisters Dr. Franz-Georg Rips zur Verbesserung der Nutzung städtischer Immobilien sind in der gestrigen Fraktionssitzung der SPD bei allen Mitgliedern auf einhellige Zustimmung gestoßen. Die Fraktion stimmte sowohl der Annahme des Angebotes des Erftstädter Bürgers Klaus Geske zum Bau der Musikschule als auch den weiteren vom Bürgermeister dargestellten Möglichkeiten für eine optimale Nutzung der städtischen Immobilien zu. „Das vom Bürgermeister vorgelegte Konzept ist in sich schlüssig und reißt die Stadt aus der bisherigen Entwicklungsstarre heraus“, begründet Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen die positive Haltung seiner Fraktion zu den Vorschlägen. Im Detail müsse über die eine oder andere Maßnahme noch intensiv diskutiert werden, die Richtung stimme aber.
Möglich seien diese für die Zukunft Erftstadts wichtigen Entwicklungsmöglichkeiten durch zwei wichtige Voraussetzungen: Das großzügige Sponsor-Angebot des Köttinger Bürgers Klaus Geske, in Liblar der Stadt ein neues Gebäude für die Musikschule einschließlich eines kleinen Konzertsaales zur Verfügung zu stellen, ist ein einmaliger Glücksfall. Die Stadt wird dadurch in die Lage versetzt, eine der erfolgreichsten Einrichtungen der Stadt, die Musikschule, zu erheblich geringeren Kosten nicht nur aufrechterhalten, sondern auch ausbauen zu können. Die zweite wichtige Voraussetzung war die richtungsweisende Entscheidung von SPD und FDP, die Hauptschule in Liblar sukzessive aufzulösen und am Standort Lechenich zu bündeln. „Erst dadurch wurden die sich nun ergebenden räumlichen Möglichkeiten im Schulzentrum in Liblar eröffnet“, erklärt Bohlen. Die Marienschule könne so endlich zum Haus der Erwachsenenbildung ausgebaut werden, die noch fehlenden Räume für das Gymnasium und die Realschule könnten direkt im Schulzentrum zur Verfügung gestellt werden.
Auch der Vorschlag des Bürgermeisters, in den Räumen im Schulzentrum Liblar eine Mediathek einrichten zu wollen, stößt auf Akzeptanz innerhalb der SPD-Fraktion. Bereits in den Haushaltsplanberatungen habe sich die SPD-Fraktion für den Bau einer zentralen Mediathek in Erftstadt mit einem erweiterten Medienangebot und erweiterten Öffnungszeiten ausgesprochen, sagt Bohlen. Allerdings gehe die SPD-Fraktion davon aus, dass in Lechenich zumindest eine Schulbibliothek erhalten bliebe. „Wir schlagen vor, ein Konzept zu entwickeln, bei dem die dann zentrale Mediathek mit der Schulbibliothek in Lechenich, aber auch mit den noch vorhandenen Pfarrbibliotheken in verschiedenen Erftstädter Stadtteilen kooperiert“, so Bohlen. Ein Arbeitskreis aus Verwaltung, Fördervereinen und Bibliotheksbetreibern sollte mit der Erarbeitung eines solchen Kooperationsmodells beauftragt werden.